Staatlich organisiertes Lohndumping
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der schlimmste Sklaventreiber im Land? Es sind nicht die vielgeschmähten Lebensmitteldiscounter, Drogerieketten oder das Bauhandwerk sondern: Es ist der Staat. Dieses Ergebnis überrascht selbst so staatsungläubige Menschen wie mich, schließlich wird allzu gern gerade von der politischen Repräsentanz des Staates die Moralkeule geschwungen und auf den phösen phösen Unternehmen herumgehackt.
Über 130.000 Menschen sind beim Staat angestellt und sind trotzdem auf Hartz IV angewiesen. Das musste das Finanzministerium jüngst auf eine Anfrage der Linken kleinlaut zugeben. Traurige Rekordhalterin bei den Dumpinglöhnen ist die Stadt Gera, die über eine Zeitarbeitsfirma Winterdienst für sagenhafte 47 Cent pro Stunde verrichten lässt.
Der Entwicklungsstand einer Gesellschaft bemisst sich daran, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht. Das sagte irgendwann einmal ein schlauer Kopf. Um den Entwicklungsstand Deutschlands muss es schlimm bestellt sein, wenn die schwächsten Gesellschaftsmitglieder ins soziale Abseits oder gar den Selbstmord gedrängt werden.